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Die Gegner der 6.Runde liegen hinter uns in der Tabelle Unser MF. stellt daher nicht nur die stärksten Spieler auf.

Danach übergibt er mir die Verantwortung mit den Worten "machs gut - wir brauchen einen Sieg!"

 
Brett 1: Charusa Karl Heinz (1664) - Schranz Martin (1795)   0:1
Martin hatte von Beginn an die bessere Stellung. Die Partie endete dann aber recht abrupt. Ich vermute - durch eine taktische Wendung. Die mir als sonst aufmerksamen Beobachter leider entgangen ist, da ich mit Josef gerade beim Kirchenwirt war. Der Passailer Vereinsboss wirkte danach jedenfalls schwer traumatisiert.
 
Brett 2: Flitsch Günther (1776) - Wackenreuther Walter (1551)   ½:½
Auch hier leistete der Gegner unserem Günther zähen Wiederstand. Mit mehr Erfolg! In der zweitlängsten Partie einigte man sich schließlich auf ein Remis.
 
Brett 3: Preuss Manfred (1451) - Buttenhauser Roland (1738)   0:1
Der Passailer baute in der Eröffnung ein mustergültig aussehendes Bauernzentrum auf. Das war's dann aber auch schon, denn als dieses zerbröselte, holte sich Roland einen Mehrbauern und wickelte in ein vorteilhaftes Endspiel ab. Der Gegner gab kurz vor dem "nackerten König" auf.
 
Brett 4: Plank Hermann (1517) - unbesetzt   1K:0K
Der von mir erwartete spanische Kreisgastspieler, auf den ich mich schachlich und mental akribisch vorbereitet hatte, war nicht erschienen. Anscheinend war Don Quijotes Rosinante nicht fit - und er musste in Andalusien bleiben.
 
Brett 5: Feiertag Jonas (1278) - König Josef (1425)   0:1
Ein frecher kleiner "Knopf" spielte gegen Josef zunächst eine sehr unorthodoxe Eröffnung, wo sich gleich einmal zwei Bauern verabschiedeten. Dann aber startete der "Frechdachs" doch glatt einen Mattangriff, den unser "Joe" aber dank seiner Routine abwehren und dabei auch gleich zusätzlich eine Leichtfigur einsacken konnte. Der Kleine ließ aber noch immer nicht locker. Erst als er durch eine gefinkelte Damengabel Schach-Turm diesen auch noch einbüßte, gab er stilvoll auf.
 
Brett 6: Hofbauer Alexander (0) - Windisch Timo (945)   1:0
Auch hier setzte Passail einen sehr jungen Nachwuchsspieler ein. Alex presste gleich zu Beginn mit seinen Bauern stark an. Das Mittelspiel könnte man allerdings beidseitig eher als "interstellare Wechselwirkung ionisierter Wasserstoffatome" bezeichnen. "Mister" Hofbauer leitete mit viel Power daraus folgende Schlusssequenz ab: Zwei Mehrbauern - Mehrfigur - Bauer wird zur Dame - Shakehands.
Beide Spieler haben beinahe 2/3 der Partie als Blitzschach dargeboten. Das hat Timo einen anständigen Rüffel von Karl Heinz - und Alex ein zartes Rüffelchen von mir eingebracht.
 
Ich bedanke mich bei meiner Crew für die tadellose Vorstellung - bei so einem Team macht es wirklich eine Freude "Captain" zu sein.
 
Bericht: Hermann Plank
Gravatar
Claus Schwarz
Endlich mal wieder ein zeitnaher und wirklich authentischer Bericht. Man kann sich den Tageskapitän als ordentlicher Katholik fromm beim Kirchenwirt vorstellen. Die Taktik der Passail war auch klug, dass gerade das Brett gegen Hermann frei gelassen wurde. So retteten sie ein halbes Pünktchen. Die solide Vorbereitung und Durchführung des Meisterschaftsk ampfes verdient eine Wiederholung.
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